Der vollständige Leitfaden zum Self-Hosting in 2026
Alles, was du über das Self-Hosting deiner Anwendungen wissen musst — von der Auswahl der Dienste bis zur sicheren Bereitstellung im Internet.
Self-Hosting gibt dir die volle Kontrolle über deine Daten und Dienste. Dieser Leitfaden behandelt alles, was du für den Einstieg brauchst — insbesondere wie du deine Dienste sicher im Internet bereitstellst.
Warum Self-Hosting?
- Datenschutz — Deine Daten bleiben auf deiner eigenen Hardware
- Kontrolle — Passe alles nach deinen Bedürfnissen an
- Kosten — Oft günstiger als SaaS-Abonnements im großen Maßstab
- Unabhängigkeit — Kein Vendor Lock-in, keine AGB-Änderungen
Beliebte Dienste zum Self-Hosting
| Dienst | Funktion | Standard-Port |
|---|---|---|
| Jellyfin | Medien-Streaming (Filme, Serien, Musik) | 8096 |
| Immich | Foto- & Video-Backup (Google Photos-Alternative) | 2283 |
| Nextcloud | Dateisynchronisation, Kalender, Kontakte | 443 |
| Ollama | Lokaler KI/LLM-Inferenzserver | 11434 |
| Vaultwarden | Passwort-Manager (Bitwarden-kompatibel) | 8080 |
| Home Assistant | Smart-Home-Automatisierung | 8123 |
| Gitea | Selbst gehostetes Git (GitHub-Alternative) | 3000 |
Die Herausforderung: Dienste im Internet bereitstellen
Dienste im Heimnetzwerk zu betreiben ist einfach. Sie von außen zugänglich zu machen — da wird es kompliziert:
Der traditionelle Weg (schwierig)
- Eine statische IP besorgen oder dynamisches DNS einrichten
- Portweiterleitung am Router konfigurieren
- Einen Reverse Proxy einrichten (nginx, Caddy, Traefik)
- SSL-Zertifikate besorgen (certbot, Let’s Encrypt)
- Eine Firewall konfigurieren
- DDoS-Schutz einrichten
- Hoffen, dass dein Internetanbieter keine Ports blockiert oder CGNAT nutzt
Das CGNAT-Problem
Viele Internetanbieter nutzen mittlerweile Carrier-Grade NAT (CGNAT), was bedeutet, dass du dir eine öffentliche IP-Adresse mit anderen Kunden teilst. Portweiterleitung funktioniert schlichtweg nicht. Traditionelle Self-Hosting-Anleitungen scheitern bereits bei Schritt 2.
Der HomeGate-Weg (einfach)
- Registriere dich bei HomeGate
- Installiere Tailscale auf deinem Heimserver
- Füge deinen Dienst im Dashboard hinzu
- Dein Dienst ist mit HTTPS erreichbar
Keine Portweiterleitung. Keine statische IP. Keine nginx-Konfiguration. Funktioniert hinter CGNAT.
So funktioniert HomeGate
HomeGate ist ein Reverse Proxy, der sich über Tailscale mit deinem Heimserver verbindet:
Internet → HomeGate Proxy (SSL + DDoS-Schutz) → Tailscale Tunnel → Dein Heimserver
Deine Heim-IP wird nie preisgegeben. Besucher verbinden sich mit unserer Infrastruktur, und wir leiten den Datenverkehr sicher zu deinen Diensten weiter.
Eigene Domains
Jeder Dienst erhält eine kostenlose *.homegate.sh-Subdomain. Um deine eigene Domain zu verwenden:
jellyfin.example.com CNAME your-id.homegate.sh
SSL-Zertifikate werden automatisch bereitgestellt. Kein certbot, keine Erneuerungsskripte.
Best Practices für die Sicherheit
Auch wenn HomeGate die Proxy-Ebene übernimmt, ist gute Sicherheitshygiene wichtig:
Auf deinem Heimserver
- Halte dein Betriebssystem und deine Docker-Images aktuell
- Verwende starke Passwörter für alle Dienste
- Aktiviere 2FA wo möglich (Nextcloud, Vaultwarden, Gitea)
In HomeGate
- Nutze IP-Allowlisting, um den Zugriff auf bekannte IP-Adressen zu beschränken
- Nutze Header-Authentifizierung für Dienste, die dies unterstützen
- Überwache die Bandbreite auf ungewöhnliche Aktivitäten
Erste Schritte
Der schnellste Weg von null zu einem öffentlich erreichbaren selbst gehosteten Dienst:
- Erstelle ein HomeGate-Konto
- Installiere Tailscale:
curl -fsSL https://tailscale.com/install.sh | sh - Füge deinen Dienst im Dashboard hinzu (Name + Port)
- Verbinde dich mit dem Auth-Key, den HomeGate bereitstellt
- Greife auf deinen Dienst unter
https://your-id.homegate.shzu
Du bist in unter 5 Minuten online.